Petition an Politik

Bis zum 21. Juni 2020 haben die Zeitschrift Tangodanza, das Onlinemagazin tango-argentino-online.com und das bundesweite Tango Community Netzwerk dazu aufgerufen, die Online-Petition „Weltkulturerbe Tango Argentino in Deutschland retten“ zu unterzeichnen. Zu den Kernforderungen an die Politik gehören folgende Punkte:

  1. die Kulturschaffenden des Tango Argentinos in die Kulturförderung und in die Hilfsprogramme für die Kulturbranche von Bund und Ländern einzubeziehen
  2. die Soforthilfe des Bundes für Soloselbstständige und kleine Gewerbebetriebe über den 31. Mai 2020 hinaus bis zum 31. Dezember 2020 zu verlängern.
  3. dass Solo-Selbständige und kleine Gewerbetreibende ihre Lebenshaltungskosten als Betriebsausgabe aus den Soforthilfeprogrammen finanzieren können
  4. Tangokulturschaffende in der Künstlersozialkasse abzusichern
  5. Spenden an Tangoschulen und Solo-Selbständige von der Steuer zu befreien und die steuerliche Absetzbarkeit von Spenden zu ermöglichen
  6. die steuerlichen Rahmenbedingungen für Tangokulturschaffende zu verbessern
  7. Entschädigung der Tangokulturschaffenden bei Tätigkeitsverboten durch allgemeine behördliche Anordnungen aufgrund des Infektionsschutzgesetzes

Die Petition wurde von 7.786 Unterstützer*innen unterschrieben. Derzeit läuft in der Bundesländern die Übergabe der Petition an die Politik. Diese Aufgabe wird von Delegationen des Tango Community Netzwerkes direkt in den Bundesländern übernommen. Bei den Terminen wird auch die Tangokarte überreicht, die einen schnellen visuellen Überblick der zahlreichen Tangoorte in Deutschland bietet.

Photo by Iwan Harlan

In Nordrhein-Westfalen überreichten Iwan Harlan & Isabella Cremer von der elonga Tangoschule aus Mönchengladbach die Petition an den Landtagsabgeordneten Jochen Klenner (CDU), der dem Ausschuss für Kultur und Medien angehört.

 In Hessen überreichten Susanne Helalat & Amir Helalat von Tango Querido aus Kassel die Petition im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst an die Staatssekretärin Frau Asar. 

In Hamburg übergaben die großen Tangostudios die Petition an den Kulturstaatsekräter Dr. Carsten Brosda. 

Darüberhinaus fand ein Treffen mit den Kulturpolitischen Sprecher*innen der Regierungsfraktionen in der Hamburger Bürgerschaft statt.

Weitere Übergabetermine fanden statt in Brandenburg, Berlin, Sachsen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Bayern und anderen Bundesländern 

Am 24. Juni 2020 nahm Jörg Buntenbach (Sprecher Tango Community Netzwerk) an der Diskussionsveranstaltung „Wie bewältigen wir die Folgen der Corona-Pandemie?“ (veranstaltet von der SPD-Bundestagsfraktion) teil. Dabei waren Cansel Kiziltepe (MdB, stellv. finanzpolitische Sprecherin) und Swen Schulz (MdB, Mitglied im Haushaltsausschuss). Unter anderem ging es auch um Soforthilfen im Kunst- und Kulturbetrieb. Jörg konnte einige Themen ansprechen (Soforthilfe auch für Lebenshaltungskosten, Hürden bei der Antragstellung auf Grundsicherung, Thema Umsatzausfall beim neuen Konjunkturpaket).

Das bundesweite Tango Community Netzwerk bleibt dran am Thema. Eines der nächsten Ziele wird es sein, die Veranstaltung von (legalen) Milongas wieder möglich zu machen.

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